Slow Fashion

August 24, 2018

Slow Fashion

Dieses Mal hab ich einen super coolen Gast-Artikel von meinem super sympatischen Studienkollegen Christian Gann für dich. Es geht um das Thema "Slow-Fashion". Was ist das genau und welches Prinzip steckt dahinter? Viel Spaß beim lesen 😊

In der heutigen Modewelt ist es schon selbstverständlich Kleidung zu kaufen und diese nach kurzer Zeit gar nicht mehr zu verwenden. Pro Jahr werden zig Modekollektionen von großen Modehäusern herausgebracht, die dabei nur das Prinzip des Wegwerfens und des Neukaufens verfolgen. Die Konsequenzen dieses kostspieligen Prozesses und der Billigproduktion tragen die Arbeiter, die Umwelt, das Klima und letzten Endes auch die Gesundheit derer die die Kleidung am Ende tragen. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass bei der Produktion Hunderte verschiedener Chemikalien verwendet werden zu denen zum Beispiel Farbstoffe, Farbbeschleuniger, Bleichmittel und viele verschiedene zusätzliche Substanzen gehören. Damit soll erreicht werden, dass Kleidung weniger knittert, mehr glänzt, oder auch griffiger wird. Aber der Einsatz solcher chemischer Stoffe schädigt in hohem Maße die Umwelt in diesen Regionen. Länder wie China, Indien oder Bangladesch, welche hauptsächlich mit der Produktion unserer Kleidung verantwortlich sind, sind besonders betroffen. Laut Untersuchungen lassen sich Rückstände dieser Chemikalien für eine lange Zeit im Abwasser auffinden.

Eine Alternative zu der herkömmlichen Produktion bildet das Prinzip der „Slow Fashion“. Darunter versteht man nachhaltige, bewusste und entschleunigte Mode, die das Gegenteil zur schnelllebigen Massenware bildet. Dafür wird Kleidung, die beispielsweise aus recycelten Materialien oder Biostoffen hergestellt wird, verwendet. Ferner kann man auch darauf achten, Produkte kleinerer Labels, die lokal produzieren zu kaufen, da diese zum einen länger halten und zum anderen meist nicht saisonbedingt sind. Ziel der Slow Fashion ist es, Transparenz zu sichern, indem man die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehen kann und die Arbeitsbedingungen der Dienstleister zu verbessern. Doch das große, ganze Ziel ist es, einen Bewusstseinswandel zu schaffen, damit wir lernen, nachhaltig mit unserer Kleidung umzugehen, Qualität wertzuschätzen und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt zu zeigen. Im Gegensatz zur Fast-Fashion wird hier das Prinzip vertreten, seltener und bewusster einzukaufen.

Was kannst du tun?

Mittlerweile gibt es viele kleine Modelabels und sogar größere Modeketten, die sich auf faire Modeprodukte konzentrieren. Auch in puncto Design stehen die kleineren Marken den größeren Ketten oft um nichts nach und bieten meist eine höhere Qualität und bessere Produktionsbedingungen. Natürlich, Slow Fashion ist um einiges teurer als H&M, Zara und Co, doch wer darauf Wert legt, dass die Kleidung nicht chemisch belastet ist, umweltfreundlich hergestellt wird und niemand ausgebeutet wird, kommt hier auf seine Kosten. Außerdem hält diese Mode auch oft um einiges länger, was auch den Preis relativiert. Weiters ist faire Mode meist im selben Preissegment zu finden, wie beliebte Marken wie Levis, Superdry oder auch Volcom, für die die Konsumenten auch gerne einmal tiefer in die Tasche greifen.

Jetzt liegt es an uns, aus dieser noch modischen Revolution eine gesellschaftliche Norm zu machen und einen Trend zu setzen, um die Welt zumindest ein bisschen zu verbessern.



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